Bist du Skispringer?- oder wieso du keinen Hintern in der Hose hast!

Wenn du kein Skispringer bist ist diese Haltung nicht nur nicht sinnvoll, sondern führt meist früher, als später zu allerhand Problemen. Besonders die Rückseite ist davon betroffen, da ihr die Unterstützung der darunter liegenden Strukturen fehlt. Das führt zum ständigen Kampf mit der Schwerkraft, welcher sich aufgrund der durch diese Haltung vergrößerten Hebel, große Angriffsflächen bieten. Außerdem hast durch das aufgerichtete Becken keine Hintern in der Hose 🙂

Es reicht also nicht auf Zack zu sein, du musst auf Zick-Zack sein! 😉

Aber schau selbst….

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Zick-Zack-Linie und tiefe Hocke in Aktion- auf dem Indoboard!

Wenn du meinen Blog und ES schon länger kennst, ist dir die Zick-Zack-Linie sicher ein Begriff!

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Buchtipp: https://www.amazon.de/Die-Zick-Zack-Linie-Einfach-funktional/dp/3732270998

Als Zick-Zack wird die natürliche physiologische Linie bezeichnet, die wir beim Stehen aber auch bei Bewegungen einnehmen. Unsere Wirbelsäule bildet aufgrund ihrer Doppel S- Schwingung diese Linie ganz natürlich. Die Schulmedizin bezeichnet diese Linie als Lordosen und Kyphosen.

Du solltest im Alltag immer versuchen in dieser Linie zu bleiben, um den Rücken so wenig wie möglich zu belasten und einwirkende Kräfte schonend und physiologisch ableiten zu können.

Im Video siehst du eine nette Übung für fortgeschrittene bei der du in der Zick-Zack-Linie bleiben kannst und die total viel Spaß macht 🙂

Gute Figur, oder gute Struktur?

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Erscheinungsbild des menschlichen Körpers und soll aufzeigen welche Faktoren für dieses Bild verantwortlich sind. Die Körperhaltung wird in Therapeutenkreisen als Körperstruktur, oder einfach nur Struktur bezeichnet. Sie ergibt sich aus den Zusammenhängen der einzelnen Teilabschnitte. Das Gesamtbild ist also mehr als bloß die Summe der Einzelteile.

Schönheit liegt ja bekanntlich immer im Auge des Betrachters und ist somit etwas Subjektives. Die Mode und die neuesten Trends sind stark Meinungsbildend und geben die Richtung für die Mehrheit vor. Der persönliche Geschmack verändert sich und wird den aktuellen Vorgaben angepasst. Wie etwas, oder jemand aktuell auszusehen hat, suggerieren Hochglanzmagazine, die Werbung und Hollywoodfilme. Hinzu kommen natürlich auch noch kulturelle Aspekte, die je nach Herkunft sogar kontrovers sein können. So ist beispielsweise im europäischen sowie amerikanischen Raum, der sogenannte Sixpack ein begehrtes Ziel, während dieser in Ländern die nicht im Überfluss leben, nicht zu den Statussymbolen gehört.

Viele Menschen haben eine genaue Vorstellung darüber wie sie aussehen möchten. Meist sind es aber genau die meinungsbildenden, oben genannten Vorgaben, die diese Vorstellungen prägen und nach denen gestrebt wird. Stellen sie sich einfach mal vor, sie wären der letzte Mensch auf diesem Planeten. Würden sie eine Diät machen? Ein Sixpack Training? Oder ein Aerobic Workout? Sich jeden Tag eine Anzug anziehen? In hochhackigen, unbequemen Schuhen rumlaufen, und perfekt geschminkt sein? Ich denke mal wenn man ehrlich ist, beantwortet man diese Fragen mit nein. Es geht um Anerkennung! Der ureigene Instinkt in der Gruppe anerkannt und zugehörig zu sein, war in grauer Vorzeit überlebensnotwendig und ist auch heute noch tief in uns verwurzelt. Deshalb möchte man dem gängigen Idealbild möglichst nahe kommen und begehrt, am besten beneidet werden. Dafür wird Diät gehalten, trainiert was das Zeug hält und kaschiert wo es geht.

Abseits der Kultur, des persönlichen Geschmacks und den aktuellen Modetrends, hat unser Körper jedoch eine vorgegebene Struktur. Wie diese Struktur von Natur aus aussieht, kann man noch sehr gut bei vielen Kindern und Naturvölkern beobachten. Der menschliche Körper hat vorgegeben Kurven, welche man in primär und sekundär Kurven einteilen kann. Wir bezeichnen diese Kurven auch als Zick-Zack Linie, oder als Lordosen und Kyphosen. Je mehr wir von dieser vorgegebenen Struktur abweichen und aus einem Zick ein Zack machen, desto weiter entfernen wir uns vom Ideal. Was in der Folge zu vielerlei Beschwerden führt. Es kommt zu Verlagerungen des Körperschwerpunktes und Überlastungen in einzelnen Abschnitten. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Konsequenzen wenn die Struktur aus dem Lot geraten ist. Hinzu kommt auch eine sichtbar, in sich zusammengesunkene Körperhaltung, die einen dicker und schlaffer erscheinen lässt.

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Auf dem linken Bild sehen sie eine Körperhaltung, wie ich sie sehr oft bei Klienten vor der ersten Sitzung zu sehen bekomme. Die Beine sind übersterstreckt, das Becken eingezogen und der Oberkörper ist in sich zusammengesunken. Dadruch entsteht eine Rundrücken und der Kopf steht im Verhältnis zu weit vorne.
Auf dem rechten Bild hat sich die Struktur verändert und deshalb auch die Figur. Es sind die selben Körperteile, nur anders positioniert. Daduch ändert sich das gesamte Erscheiningsbild. Einige werden wohl jetzt meinen, das ist mit Muskelkraft geschehen und der Körper wird durch aktive Muskelspannung der Rückenstrecker aufgerichtet. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall! Der Körper hat sich durch loslassen in diese entspannte Position bewegt.

Stellen sie sich den Modellbausatz eines Sportwagens vor. Alle Einzelteile sind schön anzusehen und an sich hochwertig. Jetzt wird dieser Wagen zusammengebaut, jedoch geschieht das nicht mit großer Sorgfalt, sondern sehr schlampig. Die Reifen laufen unrund, die Spur stimmt nicht und das Lenkrad lässt sich nur eingeschränkt drehen, weil die Achsen nicht exakt eingebaut wurden. Die Türen und die Motorhaube schließen nicht richtig, weil sie schief eingesetzt wurden und auch die Stoßstangen sehen aus, als ob sie jeden Moment abfallen. Wie wirkt dieser Wagen auf sie? Sieht er gut aus? Würden sie einen solchen kaufen wollen? Glauben sie, er würde ein Rennen gewinnen, oder sicher unterwegs sein? Vermutlich nicht! Dasselbe trifft auch auf unseren Körper zu. Genau wie bei dem Sportwagen, sollten sich alle „Teile“ an der dafür vorgesehenen Stelle befinden und wie vorgesehen geformt und „montier“ sein.

Unser Körper besteht aus vielen Muskeln, Knochen, Faszien, Organen und so weiter. Alles ist miteinander verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Tritt in einem Abschnitt ein Problem in Form einer Fehlstellung oder Fehlhaltung auf, wirkt sich das direkt, oder indirekt auf den gesamten Körper aus und er gerät aus dem Gleichgewicht.

Wenn sich bei der Arbeit mit Klienten, deren Körper wieder aufrichtet und dieser nicht mehr in sich kollabiert mit der Schwerkraft kämpfen muss, ändert sich das Erscheinungsbild von ganz alleine. Ich höre immer wieder, dass sie oft schon nach der ersten Sitzung von ihrem Umfeld gefragt werden ob sie abgenommen haben, oder größer geworden sind. Die Körpergröße nimmt natürlich etwas zu wenn sich der Körper aufrichtet, und man wirkt durch die aufrechte Haltung noch größer. Das Körpergewicht verändert sich jedoch nicht innerhalb von Stunden, es verteilt sich aber besser und sieht vorteilhafter aus. Das Ergebnis ist spür- und sichtbar und vor allem nachhaltig!

Machen sie den Test:
Stellen sie sich nackt vor den Spiegel, nehmen ihre normale Körperhaltung ein und betrachten ihre Figur, besser gesagt Struktur. Und jetzt stellen sie sich vor, ein Luftballon hängt an ihrem Kopf, zieht sie ganz sanft hoch und richtet ihren Körper auf, während sie ihren Bauch loslassen und ihrem Becken erlauben sich nach hinten zu bewegen. Schon erstaunlich was sich dadurch alles ändert, nicht wahr?

Die „beste“ Figur nützt einem nichts, wenn die Struktur nicht stimmt!