Was hat eine Zeltstange mit deinem Rücken zu tun?

 

Wenn du schon mal ein Zelt aufgebaut hast, weißt du, dass die Zeltstangen sehr flexibel sind und wenn man sie biegt, viel Spannung entsteht. Umgekehrt verhält es sich genauso. Wenn viel Spannung oder Druck einwirkt, biegt sich die Zeltstange.

Was das jetzt mit unserem Rücken zu tun hat erfährst du hier im Video 🙂 :

 

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Du bist doch hoffentlich nicht NORMAL!

Was bedeutet eigentlich normal?…schau mal hier:

Unsere Gesellschaft gibt vor was normal ist und was nicht. Das zu tun was alle tun wird als normal angesehen. Ich höre sehr häufig von Klienten den Spruch: „Das ist aber nicht normal!“, wenn es um das Thema Bewegung, Ernährung, oder Bewegungsmuster geht. Darauf sage ich meist: „Stimmt, leider nicht mehr!“

Unser Körper ist nicht dazu gemacht stundenlang zu sitzen, sich nicht zu bewegen und  Fertigprodukte und zu viele Kalorien zu konsumieren, auch wenn das heutzutage für die Meisten leider als normal gilt. Die Folgen sind Übergewicht, Bewegungseinschränkungen und Fehlhaltungen, was Rücken und Gelenksprobleme und schließlich Schmerzen verursacht. Es zahlt sich also aus das „Normale“ in Frage zu stellen.

Ernähre dich gesund und bewege dich so viel und vor allem so vielseitig wie möglich, und sei somit nicht „NORMAL“ 😉

P.S.: Wenn du keinen normalen, sondern einen dynamischen, leistungsfähigen und aufrechten Körper haben willst, melde dich bei mir 🙂

www.equilibriumstate.at / +43 (0) 699 187 244 44

 

 

Der ES- Effekt – Unglaublich aber wahr!

Ich mache es ganz kurz, denn „Bilder sagen mehr als tausend Worte“!

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Was durch ES- Faszienbehandlungen für dich möglich werden, und sich alles verändern kann, siehst du in diesem Video. Hierfür haben mir Klienten ihre vorher –nachher Bilder freigegeben, die ich dir gerne präsentieren möchte.

Ich weiß, dass einige von euch denken werden,, die haben sich einfach anderes hingestellt“. Dem ist aber nicht so! Durch auflösen, von über Jahren entstandenen Spannungsmuster, hat sich die  Körperstruktur verändert, aber siehe selbst 🙂

P.S.: Wenn du das auch haben möchtest, melde dich bei mir 😉

 

Die tägliche Körperpflege 1 – BODY!

Was war zuerst da: Das Huhn, oder das Ei?

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Genauso könnte man Fragen: Führt ein psychisch überlasteter, unausgeglichener Körper zu verspannten, verklebten und verkürzten Faszien? Oder begünstigt ein physisch angespannter, unbeweglicher, aus dem Gleichgewicht geratener Körper eine psychische Überlastung?

Es gibt eine Menge Ursachen die einen Körper aus dem Gleichgewicht bringen können! Einerseits sind es mentale Unausgewogenheit wie Stress, Ärger, Reizüberflutung, negativ Nachrichten und dergleichen. Andererseits führen eine ungesunde Lebensweise, der Konsum unterschiedlichster sogenannter „Genussmittel“ und körperliche Beschwerden – ausgelöst durch Über- oder Fehlbelastungen – zu einem Ungleichgewicht mit entsprechenden Folgen (siehe Bild 😦 ).

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Dieser Teil beschäftigt sich mit der physischen, also körperlichen Ebene. Unter Körperpflege verstehen die meisten Menschen Dinge, die die körperliche Hygiene betreffen. Beispielsweise Zähneputzen, Duschen, Haare kämmen, regelmäßig die Kleidung wechseln usw. All das sind natürlich wichtige Tätigkeiten, die bei Vernachlässigung zu sozialer Vereinsamung, bis hin zu Krankheiten führen können. Doch was ist mit der Pflege unserer Organe, Knochen Muskeln und Faszien?

Einen entscheidenden Beitrag hierzu leistet der Konsum vollwertiger „Lebensmittel“, sowie ausreichende und regelmäßige Bewegung.

Wenn wir unseren Körper im erhöhten Maße beanspruchen, müssen wir auch für einen mentalen und körperlichen Ausgleich durch Entspannung im erhöhten Maße sorgen. Alles andere ist ein Spiel auf Zeit! Die Rechnung für ein Ungleichgewicht kommt, früher oder später. Manche Menschen bekommen starke physische (körperliche) Beschwerden wie Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen, oder Beklemmungsgefühle, die dann auch chronisch (dauerhaft) vorhanden sein können. Auch lebensbedrohliche Herz- Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Arteriosklerose) steigen mit einer unausgeglichenen Lebensweise, beziehungsweise werden erst durch diese verursacht.

Sehr häufig werde ich von Klienten nach den ES- Body Sitzungen gefragt, wie viel an Zeit für Bewegung und Übungen sie denn mindestens investieren müssen, damit die spür- und sichtbaren Effekte nicht mehr verloren gehen? Ich gebe auf solche Fragen meist eine nicht ganz befriedigende Antwort für den Fragesteller, sondern stelle eine Gegenfrage: Wie viel an Zeit verbringen sie denn mit Tätigkeiten und in Positionen, die nicht optimal für Ihren Körper sind?

Das wichtigste ist nicht, jeden Tag eine halbe Stunde oder Stunde irgendwelche Übungen zu machen, und zu meinen damit ist die Welt wieder in Ordnung. Viel wichtiger ist es das Bewegungsmuster übernommen und in den Alltag integriert werden. Dass man die Dinge die man ohnehin macht, gleicht richtig macht. (Stichwort Ballengang und Zickzacklinie!)

Natürlich macht es Sinn, für Regionen die im beruflichen Alltag zu kurz kommen und in denen somit Defizite bestehen, die eine oder andere Bewegungsübung einzubauen. Dadurch können die Sitzungseffekte sogar noch weiter ausgebaut werden.

Wie viel Zeit der einzelne dafür aufwenden soll, kommt ganz auf die individuellen körperlichen Voraussetzungen an und welches Ziel verfolgt wird. Je mehr einseitige und ungünstige Belastungen und Dauerpositionen in Beruf und Freizeit, desto mehr Bedarf für Ausgleich ist gegeben!

Viele meinen auch wenn man älter wird ist Bewegung nicht mehr so wichtig, oder sie hätten sich in ihrem Leben schon genug bewegt. Und das es ab einem gewissen Alter ganz normal sei das es da und dort zwickt, und das es halt nicht mehr so geht wie noch vor Jahren. Ich vergliche das gerne mit einer hygienischen Maßnahme, um nochmal an den Titel dieses Beitrags anzuknüpfen.

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Das ist so wie mit dem Zähneputzen! Da reicht es auch nicht aus, sich nur das halbe Leben lang täglich die Zähne zu putzen und dann zu sagen: „Ich habe in meinem Leben schon genug Zähne geputzt“. Wenn wir gesunde und gepflegte Zähne ohne Schmerzen haben möchten, müssen wir jeden Morgen, und vor dem Schlafengehen Zähneputzen.

Pflegen Sie täglich Ihren Körper mit hochwertigem Essen und ausreichend funktionaler Bewegung. Und wenn Sie Monate und Jahre des täglichen „Übens“ überspringen möchten und sich etwas besonders Gutes tun wollen – buchen Sie eine ES- Body Faszienbehandlung! Dadurch kommen Sie gleich in den Genuss von spür- und sichtbaren Effekten 🙂

Mehr Info unter www.es-body.at

 

 

 

Die Faszienrolle – massieren Sie noch, oder lösen Sie schon?

Jeder der sich mit dem Thema Faszien auseinandersetzt, stößt eher früher als später auch auf die Faszienrolle. Wenn Sie Mitglied in einem Fitnessstudio sind oder Bewegungskurse besuchen, ist es vielleicht genau andersrum und Sie kommen über so seltsam aussehende, gesprenkelte Rollen auf das Thema Faszien, von denen Sie noch nie was gehört haben.

Wie auch immer, momentan sind diese Rollen sehr angesagt und deshalb gibt es kaum einen Klient, der mich nicht über meine Meinung zu solchen Rollen und den entsprechenden Kursen fragt. Ich muss gestehen ich halte sehr wenig von der klassischen Anwendungen, wie sie immer in den Falt- oder Rollpostern, oder in unzähligen YouTube-Videos dargestellt werden. Es ist halt immer die Frage: „Was wollen Sie mit dem rollen auf den Rollen bezwecken“?

Soll es eine Massage sein? – dann rollen Sie ruhig weiter, denn dann machen Sie genau das Richtige 🙂

Wollen Sie aber einen positiven Effekt auf Verkürzungen und Verklebungen erzielen – dann muss ich Sie leider enttäuschen 😦 , das kann die klassische Anwendung definitiv nicht!

Wenn Sie Ihre Rolle jetzt in die Tonne kicken wollen, warten Sie noch kurz. Es gibt eine Möglichkeit diese doch sehr effektiv einzusetzen.

 Wollen Sie dem Geheimnis der Faszienrolle auf die Spur kommen? …..einfach hier klicken!

Faszienrolle

Dieser Onlinekurs wird offiziell vom Marktführer Blackroll Orange empfohlen!

Gute Figur, oder gute Struktur?

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Erscheinungsbild des menschlichen Körpers und soll aufzeigen welche Faktoren für dieses Bild verantwortlich sind. Die Körperhaltung wird in Therapeutenkreisen als Körperstruktur, oder einfach nur Struktur bezeichnet. Sie ergibt sich aus den Zusammenhängen der einzelnen Teilabschnitte. Das Gesamtbild ist also mehr als bloß die Summe der Einzelteile.

Schönheit liegt ja bekanntlich immer im Auge des Betrachters und ist somit etwas Subjektives. Die Mode und die neuesten Trends sind stark Meinungsbildend und geben die Richtung für die Mehrheit vor. Der persönliche Geschmack verändert sich und wird den aktuellen Vorgaben angepasst. Wie etwas, oder jemand aktuell auszusehen hat, suggerieren Hochglanzmagazine, die Werbung und Hollywoodfilme. Hinzu kommen natürlich auch noch kulturelle Aspekte, die je nach Herkunft sogar kontrovers sein können. So ist beispielsweise im europäischen sowie amerikanischen Raum, der sogenannte Sixpack ein begehrtes Ziel, während dieser in Ländern die nicht im Überfluss leben, nicht zu den Statussymbolen gehört.

Viele Menschen haben eine genaue Vorstellung darüber wie sie aussehen möchten. Meist sind es aber genau die meinungsbildenden, oben genannten Vorgaben, die diese Vorstellungen prägen und nach denen gestrebt wird. Stellen sie sich einfach mal vor, sie wären der letzte Mensch auf diesem Planeten. Würden sie eine Diät machen? Ein Sixpack Training? Oder ein Aerobic Workout? Sich jeden Tag eine Anzug anziehen? In hochhackigen, unbequemen Schuhen rumlaufen, und perfekt geschminkt sein? Ich denke mal wenn man ehrlich ist, beantwortet man diese Fragen mit nein. Es geht um Anerkennung! Der ureigene Instinkt in der Gruppe anerkannt und zugehörig zu sein, war in grauer Vorzeit überlebensnotwendig und ist auch heute noch tief in uns verwurzelt. Deshalb möchte man dem gängigen Idealbild möglichst nahe kommen und begehrt, am besten beneidet werden. Dafür wird Diät gehalten, trainiert was das Zeug hält und kaschiert wo es geht.

Abseits der Kultur, des persönlichen Geschmacks und den aktuellen Modetrends, hat unser Körper jedoch eine vorgegebene Struktur. Wie diese Struktur von Natur aus aussieht, kann man noch sehr gut bei vielen Kindern und Naturvölkern beobachten. Der menschliche Körper hat vorgegeben Kurven, welche man in primär und sekundär Kurven einteilen kann. Wir bezeichnen diese Kurven auch als Zick-Zack Linie, oder als Lordosen und Kyphosen. Je mehr wir von dieser vorgegebenen Struktur abweichen und aus einem Zick ein Zack machen, desto weiter entfernen wir uns vom Ideal. Was in der Folge zu vielerlei Beschwerden führt. Es kommt zu Verlagerungen des Körperschwerpunktes und Überlastungen in einzelnen Abschnitten. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Konsequenzen wenn die Struktur aus dem Lot geraten ist. Hinzu kommt auch eine sichtbar, in sich zusammengesunkene Körperhaltung, die einen dicker und schlaffer erscheinen lässt.

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Auf dem linken Bild sehen sie eine Körperhaltung, wie ich sie sehr oft bei Klienten vor der ersten Sitzung zu sehen bekomme. Die Beine sind übersterstreckt, das Becken eingezogen und der Oberkörper ist in sich zusammengesunken. Dadruch entsteht eine Rundrücken und der Kopf steht im Verhältnis zu weit vorne.
Auf dem rechten Bild hat sich die Struktur verändert und deshalb auch die Figur. Es sind die selben Körperteile, nur anders positioniert. Daduch ändert sich das gesamte Erscheiningsbild. Einige werden wohl jetzt meinen, das ist mit Muskelkraft geschehen und der Körper wird durch aktive Muskelspannung der Rückenstrecker aufgerichtet. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall! Der Körper hat sich durch loslassen in diese entspannte Position bewegt.

Stellen sie sich den Modellbausatz eines Sportwagens vor. Alle Einzelteile sind schön anzusehen und an sich hochwertig. Jetzt wird dieser Wagen zusammengebaut, jedoch geschieht das nicht mit großer Sorgfalt, sondern sehr schlampig. Die Reifen laufen unrund, die Spur stimmt nicht und das Lenkrad lässt sich nur eingeschränkt drehen, weil die Achsen nicht exakt eingebaut wurden. Die Türen und die Motorhaube schließen nicht richtig, weil sie schief eingesetzt wurden und auch die Stoßstangen sehen aus, als ob sie jeden Moment abfallen. Wie wirkt dieser Wagen auf sie? Sieht er gut aus? Würden sie einen solchen kaufen wollen? Glauben sie, er würde ein Rennen gewinnen, oder sicher unterwegs sein? Vermutlich nicht! Dasselbe trifft auch auf unseren Körper zu. Genau wie bei dem Sportwagen, sollten sich alle „Teile“ an der dafür vorgesehenen Stelle befinden und wie vorgesehen geformt und „montier“ sein.

Unser Körper besteht aus vielen Muskeln, Knochen, Faszien, Organen und so weiter. Alles ist miteinander verbunden und beeinflusst sich gegenseitig. Tritt in einem Abschnitt ein Problem in Form einer Fehlstellung oder Fehlhaltung auf, wirkt sich das direkt, oder indirekt auf den gesamten Körper aus und er gerät aus dem Gleichgewicht.

Wenn sich bei der Arbeit mit Klienten, deren Körper wieder aufrichtet und dieser nicht mehr in sich kollabiert mit der Schwerkraft kämpfen muss, ändert sich das Erscheinungsbild von ganz alleine. Ich höre immer wieder, dass sie oft schon nach der ersten Sitzung von ihrem Umfeld gefragt werden ob sie abgenommen haben, oder größer geworden sind. Die Körpergröße nimmt natürlich etwas zu wenn sich der Körper aufrichtet, und man wirkt durch die aufrechte Haltung noch größer. Das Körpergewicht verändert sich jedoch nicht innerhalb von Stunden, es verteilt sich aber besser und sieht vorteilhafter aus. Das Ergebnis ist spür- und sichtbar und vor allem nachhaltig!

Machen sie den Test:
Stellen sie sich nackt vor den Spiegel, nehmen ihre normale Körperhaltung ein und betrachten ihre Figur, besser gesagt Struktur. Und jetzt stellen sie sich vor, ein Luftballon hängt an ihrem Kopf, zieht sie ganz sanft hoch und richtet ihren Körper auf, während sie ihren Bauch loslassen und ihrem Becken erlauben sich nach hinten zu bewegen. Schon erstaunlich was sich dadurch alles ändert, nicht wahr?

Die „beste“ Figur nützt einem nichts, wenn die Struktur nicht stimmt!

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh!

So beginnt ein bekanntes Kinderlied das sie vermutlich kennen. In diesem Beitrag geht es um einen, von den meisten Menschen leider vernachlässigten Bereich des menschlichen Körpers. Genau, den Füßen! Wenn man die Füße eines Menschen betrachtet, sagen diese sehr viel über den Gebrauch ihres Besitzers sowie seine Vorlieben beim Schuhkauf aus. Sichtbar in erster Linie durch die Fußform, aber auch anhand von Hornhautbildung und Druckstellen an Zehen, Ballen und Ferse. Die meisten Schuhe entsprechen überhaupt nicht der Fußform und engen den gesamten Fuß, aber vor allem die Zehen sehr ein. Leider passen sich im Laufe der Zeit die Füße an die Schuhe an und nicht umgekehrt. Beim regelmäßigen tragen zu enger Schuhe kommt es zu Verformungen der Zehen. Hammer-/Karallenzehen und Hallux Valgus können die Folge sein. Absätze verstärken diese Problematik, da die Belastung des Vorfußes dramatisch zunimmt.

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Hinzu kommt das solche Schuhe ein funktionales, richtiges gehen unmöglich machen. Sie sind oft zu schwer, zu unflexibel, haben zu wenig Zehenfreiheit und Absätze. All das entspricht nicht der Anatomie unserer Füße und Sprunggelenke, verändert die Körperstatik und überlastet den ganzen Körper. Durch das hohe Gewicht der Schuhe wird ein entspannter, leichtfüßiger Gang unmöglich. Die steife und enge Form der Schuhe verhindert, dass sich der Fuß flexibel dem Untergrund anpassen und das sich der Vorfuß samt Zehen, beim aufsetzten auffächern kann. Durch Absätze verschiebt sich der Körperschwerpunkt und der Körper muss sich „neu“, aber ungünstig organisieren, um nicht nach vorne zu kippen.

Das wichtigste beim Bau eines Hauses ist das Fundament, denn dieses trägt das gesamte Haus. Niemand würde auf die Idee kommen, sein Haus auf ein schiefes Fundament zu bauen. Nun sind die Füße das Fundament unseres Körpers und alles über ihnen richtet sich entsprechend danach aus. Darüber macht sich jedoch fast keiner Gedanken beim Schuhkauf, die Schuhdesigner beim Zeichnen ihrer Modelle leider erst recht nicht. Wie Schuhe aussehen bestimmt die Mode und da hat leider keiner Ahnung von der Anatomie, geschweige denn von der Biomechanik des menschlichen Körpers.

Bei einem Pferd wird jedes Hufeisen den Hufen (Füßen) des Tieres angepasst und nicht umgekehrt. Kein Hufschmied würde auf die Idee kommen, aus optischen Gründen Hufeisen mit Absätzen zu schmieden, dass sollte einem schon zu denken geben.

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Das Hufeisen sollte in der Weise angepasst werden, dass das Pferd eine gerade Zehenachse aufweist.

Jetzt schauen wir, wie sich die Fußform durch die Umstellung von Fersen- auf Ballengang und dem richtigen Schuhwerk verändern kann.

Der menschliche Fuß besteht aus 26 kleinen Knochen, etwa gleich vielen Gelenken, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen. All diese Strukturen sind von Faszien umhüllt, oder bestehen aus diesen und sorgen dafür, dass der Mensch aufrecht und „ENT-SPANNT“ durchs Leben gehen kann. Das kann er aber nur, wenn die Füße auch ihrer Funktion gerecht werden können.

Der Spruch: „Form folgt Funktion, Funktion folgt Form“, wird dem einem, oder anderen Blogleser vielleicht schon ein Begriff sein. Bei einem Kollegen von mir hat sich nach der ES-Sitzungsserie, seine Schuhgröße um eine Nummer verkleinert. „Das kann doch gar nicht sein“ hat eine bekannte Dr. med. gemeint, als ich ihr davon erzählt habe. Doch als ich ihr gezeigt habe wie sich das Fußgewölbe wieder aufbauen kann, wenn die Knie wieder in die korrekte Richtung zeigen und sich der Fuß dadurch verändert, war sie dann doch sehr verwundert.

Durch die Umstellung von Fersen- auf Ballengang, zeigt der Fuß beim Gehen auf einmal nach vorne und wird nicht mehr nach außenrotiert auf der Ferse aufgesetzt. Dadurch kommt es nicht nur zu Entlastung der Füße selbst, auch Sprunggelenke, Knie und Hüfte profitieren unmittelbar von der Umstellung und werden deutlich entlastet. Selbst die Hornhaut- bildung an den Fersen und Zehen bildet sich zurück und die Füße werden besser durchblutet. Dazu kann es aber nur kommen wenn Schuhe getragen werden, die leicht sind, den Fuß genug Freiraum lassen, sich flexibel den Untergrund anpassen und keine Absätze haben. Werden solche Schuhe über längere Zeit getragen, viel barfuß gegangen und das Bewegungsmuster verändert, können sich die Füße wieder ihrer natürlichen Form annähern.

Ich werde sehr häufig von meinen Klienten gefragt ob es denn überhaupt richtige Schuhe gibt und um Empfehlungen zum Thema Schuhkauf gebeten. Meist geschieht das in, oder nach der zweiten Sitzung, nachdem wir da intensiv an den Füßen und Beinen arbeiten und auch wieder „richtig gehen“ lernen.

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Ich empfehle ihnen die unabhängigen Schuhtests von Dirk Beckmann anzusehen (http://equilibriumstate.de/blog/), dann wissen sie schon mal wie funktional die entsprechenden Schuhe sind und sie bei den unterschiedlichen Kriterien bewertet werden. Schneiden die Schuhe gut ab, kann die Optik ruhigen Gewissens zur Kaufentscheidung führen.

Die gute Nachricht ist, dass sich unser Körper ein Leben lang anpasst und es nie zu spät ist etwas zu verändern.

In diesem Sinne: Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt, ab jetzt aber natürlich im Ballengang 😉