Was hat eine Zeltstange mit deinem Rücken zu tun?

 

Wenn du schon mal ein Zelt aufgebaut hast, weißt du, dass die Zeltstangen sehr flexibel sind und wenn man sie biegt, viel Spannung entsteht. Umgekehrt verhält es sich genauso. Wenn viel Spannung oder Druck einwirkt, biegt sich die Zeltstange.

Was das jetzt mit unserem Rücken zu tun hat erfährst du hier im Video 🙂 :

 

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Zick-Zack-Linie und tiefe Hocke in Aktion- auf dem Indoboard!

Wenn du meinen Blog und ES schon länger kennst, ist dir die Zick-Zack-Linie sicher ein Begriff!

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Buchtipp: https://www.amazon.de/Die-Zick-Zack-Linie-Einfach-funktional/dp/3732270998

Als Zick-Zack wird die natürliche physiologische Linie bezeichnet, die wir beim Stehen aber auch bei Bewegungen einnehmen. Unsere Wirbelsäule bildet aufgrund ihrer Doppel S- Schwingung diese Linie ganz natürlich. Die Schulmedizin bezeichnet diese Linie als Lordosen und Kyphosen.

Du solltest im Alltag immer versuchen in dieser Linie zu bleiben, um den Rücken so wenig wie möglich zu belasten und einwirkende Kräfte schonend und physiologisch ableiten zu können.

Im Video siehst du eine nette Übung für fortgeschrittene bei der du in der Zick-Zack-Linie bleiben kannst und die total viel Spaß macht 🙂

Ich im Interview – wie kommt man eigentlich auf Faszientherapie?

 

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Falls es Dich interessiert wie ich auf das Thema Faszien und die Idee gekommen bin ES – Practitioner zu werden, und was ich davor in meinem Leben gemacht habe, dann schau hier mal rein 😉

P.S.: Das ist eine altes Foto von mir, aus einem anderen Leben 🙂

Expertentipp in der Dezemberausgabe der Oberösterreicherin!

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Diesmal ist ES mit dem Expertentipp  „WUNDERWAFFE FASZIENROLLE“  in dem beliebten Trendmagazin „Oberösterreicherin“. Überall wird wie wild auf diesen Faszienrollen gerollt, doch bringt das überhaupt etwas? Wenn du die Antwort wissen möchtest schau einfach hier:

www.dasgeheimnisderfaszienrolle.at

Damit du wirkliche Effekte hast und dich nicht nur wie gerädert fühlst ;-)

Lebende Anatomie!

Der Unterschied zwischen einer bloßen Betrachtung der Funktionsweise unserer Einzelteile einerseits. Und der Zusammenhang, das Zusammenarbeiten sowie deren gegenseitiger Beeinflussungen andererseits – das macht den Unterschied zwischen toter und lebendiger (funktionaler) Anatomie.

Das Wort Anatomie stammt aus dem griechischen und leitet sich von ana „auf“, oder „ein“ und tome „Schnitt“ ab. Sie bezeichnet die Wissenschaft und Lehre vom äußeren und inneren Aufbau des menschlichen, oder tierischen Körpers und beschäftigt sich mit der Lage, Gestalt und Struktur von Körperteilen und Organen. Bei Pflanzen wird diese als Morphologie bezeichnet.

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Es werden bei der Anatomie im schulmedizinischen und wissenschaftlichen Bereich – bis auf wenige Ausnahmen – immer nur Teilabschnitte betrachtet. Der gesamte Zusammenhang von Organen, Muskeln, Knochen, Gelenken, Sehnen und Faszien wird meist außer Acht gelassen. In medizinischen und sportwissenschaftlichen Ausbildungen gibt es Fächer wie Biologie, Anatomie, Histologie, Pathologie und so weiter, die sich nur auf den entsprechenden Bereich konzentrieren und nicht großartig auf die Beeinflussung auf andere Regionen beziehen. Diese Unterteilung und Spezialisierung ist zwar notwendig und sinnvoll, um der Komplexität des gesamten Organismus gerecht zu werden. Es ergibt sich dadurch jedoch der Nachteil, dass die Zusammenhänge des „Ganzen“ oft nicht erkannt werden.

In Lehrbüchern wird bei Muskeln angegeben wo sie entspringen (Ursprung), ansetzen (Ansatz) und welche Funktion sie haben. Sie können theoretisch isoliert betrachtet werden. Wenn Bewegungen analysiert werden, wird es schon interessanter. Der Muskeln der die Bewegung in erster Linie ausführt wird als Spieler (Agonist) bezeichnet. Der Muskel der durch seine Lage die gegenteilige Bewegung ausführt wird mit Gegenspieler (Antagonist) benannt. Dann gibt es da noch Mitspieler (Synergist), das sind jene Muskeln die den Agonist unterstützen, und Stabilisatoren die den Körper, oder Teilbereiche davon bei dieser Bewegung stabilisieren. Diese Sichtweise ist aber sehr theoretisch und gilt nur für einen kurzen Augenblick, denn zum einen ändern sich bei funktionalen Bewegungen ständig mehrere Gelenkwinkel und es kann nicht ein Muskel allein angesteuert werden. Und zum anderen werden bei dieser Betrachtungsweise die Vorspannungen und Kraftübertragung anderer Teilbereiche des Körpers außer Acht gelassen. Bei sogenannten isolierten Bewegungen im Fitnessstudio wird genau dieser theoretische Ansatz verfolgt um gezielt den Muskelquerschnitt des trainierten Muskels zu erhöhen, oder die lokale Kraftausdauer zu verbessern. Der Körper arbeitet dabei aber auf unnatürliche Weise und das Ergebnis ist eine gewisse Einseitigkeit, die höchstens einem vorgegebenen Schönheitsideal entspricht.

Zum Lernen der Bestandteile des menschlichen oder tierischen Körpers, ist es wie gesagt hilfreich eine Unterteilung vorzunehmen und auch nur Teilabschnitte darzustellen, oder darüber liegende Muskeln, oder Faszien zu entfernen. Wird diese Sichtweise jedoch in der späteren Berufsausübung beibehalten, kommt es zu der leider gängigen Symptom-, anstatt Ursachenbehandlung. Es gibt natürlich auch Ausnahmen bei Forschern, Wissenschaftlern, Dozenten und Ärzten. Gerade auf dem Gebiet der Faszien wird in letzter Zeit sehr viel geforscht und immer neuen Erkenntnisse über deren Wichtigkeit und die Vielfältigkeit ihrer Aufgaben wird dadurch bekannt. Deshalb erleben Faszien zurzeit einen wahren Trend, der sie durch alle Medien auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht. Hierbei leistet die Faszien Forschung einen wertvollen Beitrag. Früher stifteten Faszien ein eher stiefmütterliches Dasein und wurden beim Blick (vor allem in Lehrbüchern) auf die Muskulatur, Knochen und Gelenke einfach entfernt, oder zumindest nicht weiter beachtet und als nicht wichtig erachtet. Heute weiß man das dieses Bindegewebe nicht bloß Füllmaterial ist, das dafür sorgt das Organe an ihrem Platz bleiben und nicht auf einmal beim Laufen oder springen das Herz in die Hose rutscht 🙂 .

Aufgrund immer neuer Erkenntnisse untermauert die Wissenschaft, einen ganzheitlichen Ansatz bei der Betrachtungsweise auf unsere Körper. Es kann nicht jeder Muskel, oder jedes Organ isoliert und für sich allein betrachtet werden. Es gibt keinen Anfang und kein Ende der Muskeln, Sehnen, oder Faszien. Alles hängt zusammen, beeinflusst sich gegenseitig und will im Gleichgewicht gehalten werden. Einseitig auftretende Reize sorgen für Dysbalancen und führen vor allem langfristig oftmals zu physischen Probleme.

Es können auch nicht isoliert nur die Muskeln, oder Faszien trainiert werden, auch wenn das gerne so „verkauft“ wird! Es sind selbst beim Zähneputzen, sowie bei jeder anderen Bewegung immer Muskeln, Sehnen, Knochen, Gelenke und Faszien beteiligt. Die Frage ist eher wie sinnvoll gewisse Bewegungen für unseren Körper sind und welche Auswirkungen wir dadurch erhalten?

Unser Körper passt sich an die auf ihn einwirkenden Kräfte an. Je öfter gleiche Bewegungsreize auftreten, oder Dauerpositionen eingenommen werden, desto mehr verändert sich dadurch der Körper in eben diese Richtung. Das ist die schlechte und gleichzeitig gute Nachricht! Denn wir können selbst entscheiden ob wir uns intensiven Belastungen, einseitigen und ausschnittsweisen, immer wiederkehrenden Bewegungen aussetzen. Oder ob wir abwechslungsreiche, fließende und funktionale Bewegungen in unseren Alltag integrieren. So oder so wird unser Körper darauf reagieren! Entweder mit einem unausgeglichenen, verspannten und unflexiblem Körper, oder mit einem dynamischen, elastischen und funktional leistungsfähigem Körper.

Werden Sie Ihrem Körper mit all seinem vielfältigen Bewegungsspielraum gerecht und reduzieren Sie sich nicht auf nur einen kleinen Prozentsatz Ihrer Möglichkeiten 🙂 !